Interessen ändern sich über die Zeit, manche allerdings bleiben einem über all die Jahre erhalten. Und der Strom an angesammelten Wissen und Können fließt - zumindest bei mir - in Websites, die die Gedanken dazu zu sammeln und ordnen versuchen.
Tanz
Bewegungen des Körpers zur Musik zählen sicherlich zu den komplexesten Dingen, die Menschen anstellen können. Durch meine volkstanzenden Eltern kam ich als junger Bub zum Tanz, sowohl als Musikant als auch als Tänzer. Und das Tanzen hat mich nicht mehr losgelassen. Zuerst vor allem der Volkstanz, dann der Gesellschaftstanz und in zeitlich letzter Instanz der Tango Argentino.
Volkstanz
Über dieses Thema erschöpfe ich mich auf meinen seit Jänner 1997 betriebenen Websites www.volkstanz.at und www.dancilla.com ausführlich. Neben Tausenden Videoaufnahmen, Beschreibungen, Musikstücken usw. erhalte ich immer die Frage, warum ausgerechnet Volkstanz? Das wäre doch so 'altbacken'.
Ich denke, daß Volkstanz eine wichtige Darstellung der Kultur verschiedener Völker und Gruppen ist. Und um dieses Kulturgut überleben und weiterentwickeln zu helfen, darf man das nicht nur den 'Alten' Überlassen, sondern muß das übernehmen. Und vor allem an neue Zeiten mehr oder weniger behutsam anpassen.
Tango Argentino
Was soll man da viel sagen. Eine der wunderbarsten und tänzerisch wandelbarsten Tanzformen überhaupt. Das fasziniert einfach. Natürlich ist auch viel Erotik im Spiel, aber den Tango darauf reduzieren zu wollen, wäre ein Fehler und ließe andere Ebenen völlig vergessen. Ich versuche mit www.tangosalon.info zu beschreiben, was den Tango und die damit verwandten Tänze ausmacht.
Volkskultur
Beschäftigt man sich mit Tanz, und speziell Volkstanz oder Tango, kommt man nicht umhin, auch die angrenzenden Bereiche wie Gstanzln (humoristisch, erotische Vierzeiler) oder Wienerlieder zu betrachten. Hätte ich mehr Zeit, dann würde ich auch dem portugiesischen Fado eine Website widmen. Wer weiß, bei den heutzutage erreichten durchschnittlichen Lebensaltern habe ich ja noch ein bisserl Zeit.
Gstanzln
Wer jemals Rap-Musik gehört hat, wird fasziniert sein von der Verwandtschaft von Text und Form zwischen Gstanzln und Rap. Teils sozialkritisch, teils erotisch, meist humoristisch und in zwei bis vier Reimen. Zumindest zu den Gstanzln kann man einiges auf www.gstanzln.com lesen und anhören.
Wienerlieder
So wie zu Paris die Chansons, zu Porto und Lissabon der Fado, zu Berlin der Schlage und zu New York Frank Sinatra gehören, so gehört zu Wien das Wienerlied. Daß dieses in Form von Wiener Walzer, Polkas und Märschen die Welt erobert hat, vergißt man dabei gern. Auf www.wienerlieder.at habe ich eine umfangreiche Sammlung angelegt.
Hackbrett
Damit habe ich zum Volkstanz aufgespielt. Zur Zeit geht das aus geographischen Gründen eher weniger, aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Wie's aussieht, wie's klingt und was man darüber alles wissen kann, schildere ich auf www.hackbrett.at.
Schriftstellertum
Schon als Volksschüler habe ich heimlich - und unter Mitwirkung meiner Mutter - die Kronenzeitung (als einzige im Haushalt verfügbare Zeitung) gelesen. Ein großer Tag war, als mein Vater mir dann offiziell die Erlaubnis gab, die Zeitung zu lesen.
In meinen besten Zeiten hatte ich 6 Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements gleichzeitig und schrieb auch fleißig für unsere Schülerzeitung ('Sinnflut' für die Interessierten). Nach den ersten Artikeln für die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Bundesarbeitsgemeinschaft Österreichischer Volkstanz 'Der Fröhliche Kreis', die immer wieder ins humoristische tendierten, begann ich 2004 regelmäßig Artikel und kleinere Satiren zu schreiben. Ein erstes Resultat ist das Buch Darüber lacht Wien, das im Februar 2006 im Verlag Ueberreuter erschienen ist. Weitere Arbeiten sind bereits fast fertig, einige dieser Texte kann man auf dieser Website lesen.

geschrieben von Mario, July 20, 2009
Mario










Herzlichst aus Budapest
M.mayrhofer